"Mein Haar braucht 'ne Kur!" – Aber mach' es richtig, sonst verpufft der Effekt

Unsere Haare sind Teil unseres Gesamt-Looks, deswegen legen wir großen Wert auf Frisur, Haarfarbe, Styling. Doch sowohl Umwelteinflüsse als auch unsere Frisier- und Färbeaktionen beanspruchen die Struktur des Haares.

Neben dem Haarewaschen hilft eine Kur, dem Haar wieder Geschmeidigkeit und Elastizität zu geben. Aber welche??? Und wann???? Und wie?????

Keine Panik, es ist keine komplizierte Wissenschaft, aber ein paar Punkte solltest du dennoch beachten, damit dir die Haarkur auch wirklich etwas bringt.

 

1.   Welcher Haartyp bist du?

 

Je nach Haarstruktur braucht das Haar unterschiedliche Pflege. Feines Haar braucht viel Feuchtigkeit, sollte allerdings nicht durch Cremekuren beschwert werden. Hier ist vielleicht sogar eine Ampullenkur besser, wie aus unserer Sensitiv-Serie. Diese Kuren helfen auch bei stark strapaziertem Haar, denn die Wirkstoffe können im Haar verbleiben und müssen nicht ausgespült werden.

Trockenes Haar, oft in Kombination mit Locken, braucht insbesondere Pflege in den Spitzen. Hier kann eine Kur auch mal nur in der unteren Haarpartie verteilt werden. Es gibt dazu besondere Pflegeprodukte NUR für die Spitzen, wie das Haarspitzenwunder der DeLuxe-Haarpflegeserie. Auch dieses Produkt muss nicht ausgespült werden und kann sogar im trockenen Haar verwendet werden.

Aber zurück zur Haarkur, denn diese ist, nicht zu häufig angewendet, eine Wohltat für die Haare. Die Kur sollte deswegen auch ein wenig „zelebriert“ werden.

              

2.   Wie oft brauche ich eine Haarkur?

Eine Kur ist eine BESONDERE Pflege und daher kein tägliches Ritual! Einmal in der Woche deinen Haaren intensive Aufmerksamkeit zukommen zu lassen ist vollkommen ausreichend. Bist du sogar der Meinung, dass deine Haare eigentlich schon ohne Extra-Behandlung schön und gesund aussehen, dann nutze auch nur alle zwei Wochen eine Kur. Ganz darauf verzichten solltest du jedoch nicht, denn du willst ja, dass der gesunde, schöne Look bleibt.

 

3.   Kur aufs Haar und fertig?

NEIN!!! Den größten Fehler, den du machen kannst, ist, dein Haar nicht optimal auf die Intensivpflege vorzubereiten! Oder cremst du dich ein, ohne vorher geduscht zu haben? Eben! Also wasche dein Haar bitte gründlich mit Shampoo. Auch das Shampoonieren ist schon ein erster Pflegeakt – massiere hierbei deine Kopfhaut, das fördert die Durchblutung und regt damit den Haarwuchs an.

Nach der Reinigung solltest du dein Haar sehr gut auswaschen, so dass wirklich KEINE Rückstände mehr darin zu finden sind. Danach wird das Haar mit einem Handtuch trocken gedrückt. Ein Drücken ist besser als ein kräftiges Durchrubbeln, da hierdurch sonst die Haare aufgeraut werden und Knoten entstehen. Nach dem Antrocknen solltest du dein Haar auch noch einmal gründlich kämmen, so dass es komplett entwirrt ist.

Das Haar sollte noch etwas feucht sein, denn dann nimmt es die Haarkur besser auf und die Kurmasse lässt sich gut verteilen.

 

4.   Klasse oder Masse?

Selbstverständlich solltest du eine hochwertige Kur für dein Haar verwenden, dafür reicht dann bei der Anwendung auch eine kleine Menge – je nach Haarlänge ein haselnuss- bis walnussgroßer Klecks.

 

5.   In der Ruhe liegt die Kraft!

Den Begriff Kur kennen wir ja auch aus der Medizin als Heilbehandlung. Während einer Kur soll der Körper wieder Kraft schöpfen. Aha! Na also, das Gleiche sollte dann wohl auch bei der Anwendung einer Haarkur möglich sein. Konzentriere dich auf die Gesundung deiner Haare und widme ihnen deine volle Aufmerksamkeit – eine schöne Massage inbegriffen.

Solltest du schnell fettendes Haar haben, dann konzentriere dich bei der Behandlung eher auf die unteren Haarpartien und verteile die Kur nicht auf der Kopfhaut, denn die reichhaltige Pflege kann an dieser Stelle dazu führen, dass dein Haar noch schneller nachfettet.

 

6.   Einfach mal abwarten

Für noch mehr Wirkung kannst du nach dem Einmassieren der Haarkur deine Haare in ein Thermo-Handtuch einwickeln, denn die Wärme lässt die Pflegestoffe noch tiefer in die Haarstruktur eindringen. Die Kur muss nicht länger als 20 Minuten im Haar verbleiben, denn danach können sowieso keine Pflegepartikel mehr vom Haar aufgenommen werden.

 

7.   Der richtige Waschgang

Das Haar muss bei herkömmlichen Haarkuren unbedingt ordentlich ausgespült werden, damit keine Kur-Rückstände im Haar verbleiben und es beschweren oder verkleben. Wie bei der Waschmaschine solltest du auf die richtige Temperatur achten, denn zu heißes Wasser greift die Kopfhaut an. Für ein schonendes Auswaschen verwendest du lauwarmes Wasser. Dabei massierst du die Haare noch einmal durch, damit wirklich alle Rückstände ausgewaschen werden.

 

8.   Und jetzt noch den üblichen Conditioner?

Zu viel ist einfach zu viel! Wenn du eine Haarkur verwendet hast, dann ist dein Haar reichhaltig gepflegt und benötigt nicht auch noch eine Spülung. Diesen Schritt kannst du dir für heute also schenken.

 

9.   Jetzt aber schnell föhnen?

Föhnen ja, aber auch hier bitte auf die Temperatur achten, denn zu viel Hitze greift die Haare an und nimmt ihnen den Glanz. Lieber einen Gang runter schalten, sonst verpufft am Ende die ganze Pflegeprozedur.

 

 

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